Ärgerlich: Dritte schlägt kein Kapital aus Havixbecker Fehlern und verliert 20:16

Die 3. Herrenmannschaft des SV Adler hat sich am Sonntag Abend in der Baumberge-Halle gegen die 3. Mannschaft aus Havixbeck auf dem Papier achtbar, vom Spielverlauf aber eher machbar, geschlagen. Havixbeck steht in der Tabelle mit nur 2 Minuspunkten unter den Top-3-Teams der Liga, was sich aber insbesondere eben diese Schwarz-Weißen neben den Blauen an technischen Fehlern bis zur 40. Minute leisteten war dann schon wiederum äußerst achtbar. Machbar daher bis zur Pause sicherlich mehr als ein knappes 9:8 gegen die Adler, in deren Reihen Debutant Andreas Froning direkt auf der Rückraum-Mitte Position die Fäden zog, und Rookie Hendrik Janot 60 Minuten die linke Außenposition beackerte. Personell dünn besetzt entlastet Funk zudem Polder über weite Strecken am Kreis, und neben einem völlig desolaten Kaminke im Rückraum lieferten Zedler und Dibow hier eine relativ ordentliche Leistung ab. Den Bruch erfuhr Adler dann ab der 40. Spielminute, Havixbeck gelangen hier einige gute Aktionen, Adler hingegen verbaselte einige Bälle oder scheiterte aussichtsreich am Torhüter, was zu einer für den bisherigen Spielverlauf hier schon vorentscheidenden Führung der Schwarz-Weiße führte. Diese geringe Leistungssteigerung machte dann auch schon den Unterschied der beiden Teams aus, und lies das Fazit für Adler umso schmerzlicher ausfallen, dass man sich hier nicht ein bisschen „abgevixter“ präsentieren konnte und die zahlreichen Geschenke des Gegners in zählbares ummünzte.

Für den SVA: Gernemann; Klingberg, Polder, Zedler, Funk, Kaminke, Dibow, Froning und Janot

Hey Pippi Langstrumpf, Hey Adler Münster: -4-1= 2

Was vielleicht wie eine Rechnung von Pippi Langstrumpf aussieht, ist vielmehr der Code des Heimspiels von Adler 3 gegen die Zweitvertretung der anderen Adler von Preußen/Borussia Münster am vergangenen Spieltag der 2. KK Münster, das die blauen Adler souverän für sich entscheiden konnten (14:12/30:17).

-4: Ohne 4 Stammspieler und Leistungsträger (Franz: Geburtstag Oma; Daniel: Holzhacken mit einem Nagel: Dominik: Leidenschaft am Horstmarer Landweg verloren; Stefan: Sprung im Gelenk)
-1: Ohne 1 Schiedsrichter (10h ist aber auch früh) danke Ioan an dieser Stelle
2: Beide Punkte bleiben im Horst

Zum Spiel: von Anfang an entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, wobei beide Mannschaften mit offenem Visier spielten. Preußen ging in Führung, die richtigen Adlerträger glichen umgehend wieder aus. Insbesondere die linke Abwehrseite der Heimmannschaft um Klingberg und Andirossi wusste mit der frühen Uhrzeit, dem quirligen Halben- und Außenspieler und mit sich selbst nicht viel anzufangen. Vielleicht lag es aber auch an den zuvor verteilten Gastgeschenken in Form von Goldbären, dass man immer einen Schritt zu spät kam. Zwei Minuten vorm Halbzeittee stand es unentschieden, ehe Lefthand Roer-Link in seiner unnachahmlichen Art 2 Tore erzielte und es mit 14:12 in die Kabine ging.
Die zweite Halbzeit begann wie dir Erste. Tor Preußen, Tor Adler, Tor Preußen, Tor Adler. Bis es zum Bruch im Spiel kam, und dieses mal anders als gewohnt nicht bei den Blauen sondern bei den Grünen. Vorne lief bei Preußen nicht mehr viel zusammen, dies belegen wohl am besten die fünf Tore in der zweiten Halbzeit. Hinten landete gefühlt jeder Wurf im Tor. An dieser Stelle sei erwähnt, dass Preußen ohne etatmäßigen Torwart anreiste und ein Feldspieler diesen Job übernehmen musste, während gleichzeitig auf der anderen Hallenseite Gernemann „on Fire“ war. So wurde es zum Ende hin mit 30:17 doch noch deutlicher Sieg.

Szene des Spiels: Zedler marschiert von Halblinks nach Halbrechts und macht das Ding. Den drei Gegnern blieb nichts anderes übrig als vehement zu klatschen (nein, kein Applaus).
Schön: Clemens mit dem 30. Tor (von geschätzt 15 erfolgreichen Versuchen vorher) passend zum 30. Geburtstag von Jonny. Glückwunsch euch Beiden
Ausblick: Wir verabschieden uns in die Herbstpause, am 12.11. geht es dann beim Ligaprimus von Havixbeck mit neuem Personal und hoffentlich ohne Goldbären weiter. Nach intensiver Gegneranalyse darf der geneigte Zuschauer auf eine Abwehrschlacht im Stile der 80er hoffen. Bleibt dran und gespannt!