– We few, we happy few, we band brothers –

Obwohl böse Zungen seit Wochen behaupten, dass man doch eigentlich zu viele Spieler im Kader hätte, konnte die erste Herrenmannschaft des magischen SV Adler am vergangenen Samstag mal wieder nur einen Bruchteil dessen aufbieten.

Hatte man sich unter der Woche noch darauf eingestellt wenigstens acht gesunde Spieler zum weitesten Auswärtsspiel der Saison schicken zu können, musste man diesen Wunsch spätestens am Treffpunkt aufgeben.

Ganze sieben Spieler konnte man gerade noch zusammenkratzen und fuhr dementsprechend mit gemischten Gefühlen gen Osten, waren die Jungs der WSU doch vergangene Woche dem aktuellen Tabellenzweiten nur mit zwei Toren unterlegen…

Trotz bester Spielzeit bot sich den wenigen verwunderten Zuschauern beim Aufwärmen folgendes kurioses Bild:

auf der Heimseite eine voll besetzte Mannschaft samt Betreuerstab, die sich beim Eintreffen der Gäste bereits mehr oder weniger rhythmisch einklatschte, auf Seiten des SV Adler dagegen magere sieben Spieler mit Trainerlegende Arrigo Sacchi aka Bernd Früchel auf der Bank, der die Vertretung des ebenfalls verhinderten Coach K. übernahm, bei denen das Aufwärmen lediglich unter der Prämisse „Körner sparen“ stand.

Da aber bekanntlich sechs Feldspieler plus Torhüter für unseren geliebten Handballsport ausreichen, nahm man das eigentlich aussichtslose Unterfangen an und ging mit dem Funken Hoffnung, sich einigermaßen achtbar aus der Affäre ziehen zu können in die folgenden 60 Minuten.

Die Befürchtungen vor einem schnellen und harten Warendorfer Spiel, welchem man an diesem Abend kaum etwas hätte entgegensetzen können, verflogen direkt in den Anfangsminuten. So konnte endlich wieder mal Adlerlegende Jonny Repple im Rückraum die Fäden ziehen, traf stets die richtige Entscheidung und setzte seine Nebenleute gekonnt in Szene. Nach dem 0:1 Führungstreffer lief man zwar einige Male einem kleinen Rückstand hinterher, sollte aber nach ca. einem Drittel der Spielzeit die Führung nicht mehr aus der Hand geben. So trafen bereits in den ersten 30 Minuten Niklas Tornow und Alex Ley auf den Halbpositionen fast nach belieben und Benny Dalpke lief auf dem ungewohnten rechten Flügel zur Höchstform auf.

Anfangs unerwartet, bat das gut aufgelegte Schiedsrichtergespann beim Spielstand von 13:17 zum Pausentee.

Aufgrund der dünnen Personaldecke einigte man sich drauf, nicht das gewohnt schnelle Spiel aufzuziehen, sondern versuchte im Angriff einigermaßen Luft zu schnappen und hinten sicher zu stehen. Die Abwehr, angeführt von einen glänzend aufgelegten Gerrit Orlowski, der nicht nur optisch, sondern inzwischen vor allen durch seine hervorragende Abwehrarbeit an Sigfús Sigurðsson erinnert, rührte Beton an und Torhüter Tommy Dirska besorgte den Rest.

Nach einer kurzen Schwächephase zu Beginn der zweiten Hälfte, in der die Heimmannschaft den Abstand auf zwei Tore verkürzte, besann man sich auf seine Stärken, ließ das für den SV Adler typische Anfüttern wieder sein und legte mit einem kurzen Zwischenspurt den Grundstein für den Sieg. Dass man im Laufe des auf beiden Seiten recht langsamen Spiels dennoch die erfrischende 30-Tore Schallmauer durchbrach, überraschte die Gäste wohl tatsächlich etwas mehr als das zu diesem Zeitpunkt bereits resignierende Heimteam.

Am Ende ungefährdet und unter den schwierigen Voraussetzungen etwas überraschend endete die Partie mit einem 32:26 Sieg für die tapferen Jungs des SV Adler.

Genug des Geschwafels und Butter bei die Fische…

Es bleibt festzuhalten, dass man mit etwas Glück, viel Verstand und freundlicher Unterstützung aus Warendorf trotz 14 zu 7 auf dem Spielberichtsbogen auch diese Hürde gemeistert hat und nach einer Serie von inzwischen fünf Siegen weiter optimistisch dem Restprogramm entgegenblicken kann. Bei der Leistung der letzten Wochen besteht berechtigte Hoffnung, dass man bis Mitte Mai noch den ein oder andern Platz in der Tabelle nach oben klettern kann, was dem eigentlichen Potential der Mannschaft auch angemessen wäre.

Weiter geht es mit dem nächsten Heimspiel am Sonntag zu ungewohnter Spielzeit um 18:00 Uhr in der heimischen Halle gegen die Jungs aus Senden, bei dem wir uns wie immer über lautstarke Unterstützung freuen.

Es spielten:

Dirska – Tornow (9), Ding (9/3), Dalpke (6), Ley (4), Repple (3), Orlowski (1)

#flywieadler

#werklatschtverliert

#dochnocheinberichteingegangen

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