Die Gründerjahre und der 2. Weltkrieg

Nachdem zunächst vorrangig das Turnen gepflegt wurde, brachte die Aufnahme des in Münster immer beliebter werdenden Handballspiels in das sportliche Programm der Abteilung einen erheblichen Zugang an neuen Mitgliedern. Nach einer gewissen Festigung in organisatorischer und sportlicher Hinsicht kam der Wunsch nach einem treffenden Namen für diese Sportgemeinschaft auf. Der vom damaligen Mitglied Bernhard Brüggemann angefertigte Entwurf hatte in der Monatsversammlung am 25. Februar 1932 zur Annahme des Namens DJK ADLER MÜNSTER angeregt: ein Adler ziert das Abteilungswappen und um auch nach außen hin Geschlossenheit zu zeigen wurde eine einheitliche Sportkleidung mit den Farben blau-weiß angeschafft.

Neben dem Turnen und der Leichtathletik nahmen nun auch die Aktivitäten der Handballgruppe festere Formen an. Drei Männermannschaften und eine Jugendmannschaft sowie im Lauf des Jahres 1932 gegründete Schülermannschaften waren Ausdruck des großen Interesses am Handballsport. Bereits im Gründungsjahr nahmen drei Mannschaften an den Meisterschaftsspielen teil und erzielten unerwartet gute Erfolge. Im Juli 1932 nahm der Sportverein – zunächst gemeinsam mit dem KKV Hansa-Münster – den Trainings- und Spielbetrieb auf.

Doch unter dem Druck des Naziterrors kam der Spielbetrieb bald wieder zum Erliegen, lediglich Spiele deren Reinerlös dem „Winterhilfswerk des Deustchen Volkes“ zuflossen wurden genehmigt. Viele der Aktiven – darunter auch eine der ersten Damenhandballmannschaften – meldeten sich nach und nach ab, um beim benachbarten Verein Westfalia Kinderhaus weiterspielen zu können. Zurück blieb eine kleine Gruppe von „Adleranern“, die beim Kegeln Gelegenheit fand, gemeinsame sportliche Kontakte zu pflegen, die ihnen nach außen hin verwehrt wurden. Insgeheim hoffte man jedoch, irgendwann offiziell den Sport bei der DJK ADLER MÜNSTER wiederaufnehmen zu können. Dieser Wunsch sollte allerdings erst nach dem 2. Weltkrieg in Erfüllung gehen.